Foto der Rügener Küste mit bewaldeter Steilküste
 

Der Schlaf, Aktivurlaub für unser Gehirn


1/3 unseres Lebens vergeht nicht nur wie im Schlaf sondern tatsächlich im Schlaf. Vermeintlich ist das verlorene Zeit, unproduktiv und ein notwendiges Übel für den Leistungsmenschen. In Wirklichkeit arbeitet unser Gehirn alle Erlebnisse auf und reorganisieren sich alle Körperfunktionen. Im Schlaf werden die Lernprozesse quasi vom Arbeitspeicher auf die Festplatte installiert. In den Tiefschlafphasen, die hauptsächlich in der ersten Nachthälfte auftreten, werden intellektuelle Lernprozesse verarbeitet.


In den REM-Schlafphase, in denen wir träumen und die die 2. Nachthälfte frequentieren, verarbeiten wir Bewegungsabläufe wie Sport, Koordination u.s.w. In jeder Nacht träumen wir. Merken können wir unser Kopfkino nur, wenn wir nach einem Traum für länger als 3 Minuten aufwachen. Ähnlich verhält es sich mit Wachphasen. Selbst wenn wir 50 Mal aufgewacht sind, schwärmen wir von einer herrlich durchgeschlafenen Nacht, wenn wir nur kurz und entspannt aufgewacht sind. Sind wir jedoch z.B. 20 Mal länger als 3 Minute wach und ärgern und womöglich noch darüber, bezeichnen wir uns als schlaflos.


Der Schlaf wird durch viele Faktoren behindert:


  • Abendliche Völlerei belastet nachts den Verdauungstrakt und die Leber. Beide wecken uns regelmäßig auf. Die Zeit zwischen 01:00 und 03:00 ist z.B. die Leberzeit.
  • Eine Schwäche der Rumpfmuskulatur lässt die dadurch instabile Wirbelsäule durch Wirbelgleiten schmerzen.
  • Bei Magnesiummangel melden sich nachts ziehende Schmerzen in den Beinen bis hin zu Wadenkrämpfen die bei Bewegung sofort verschwinden.
  • Ängste und Sorgen, die uns nicht los lassen (in Wirklichkeit könne wir sie nicht loslassen)

Schnarchen hält vor allem den Bettgenossen wach. Ursachen für diese Männerdomäne sind:


  • Alkohol (er lähmt die Rachen- und Zungenmuskulatur)
  • Übermäßiges und spätes Abendessen (vor allem Rohkost),
  • Übergewicht
  • Reflux von Magensäure in den Kehlkopf (wird meist nicht bemerkt)

Frauen schnarchen erst nach dem Wechsel, da das weibliche Sexualhormon Östrogen ein Schnarchschutz ist.


Die gefährlichste Schlafstörung ist die Schlafapnoe. Hierbei setzt die Atmung zwischendurch aus und es entsteht ein gefährlicher Sauerstoffmangel. Es gibt Menschen mit Atemstillständen von über 30 Sekunden und das alle Minuten. Die Sauerstoffsättigung ihres Blutes entspricht dann der eines Erstickenden. Darunter leiden dann besonders jene Organe, die am meisten Sauerstoff benötigen: Herz und Gehirn. Das Herzinfarktrisiko steigt um ein Vielfaches und Tagesmüdigkeit mit Konzentrationsstörungen ist vorprogrammiert. Immerhin sind 25% der tödlichen Autounfälle auf Autobahnen auf Schlafapnoe bedingten Sekundenschlaf zurückzuführen.


Die artepuri® Schlaftipps lauten:


  • Abendessen nicht nach 20:00 und nur leichte Kost ohne Salat und Obst genießen
  • Alkohol zum Genuss und nicht gegen den Durst trinken
  • Abendspaziergang machen oder tanzen
  • Keine stressigen Filme spät abends oder gar im Bett ansehen (unser Gehirn kann nicht so gut zwischen Schein und Sein unterscheiden wie wir glauben)
  • Eventuell über den Tag verteilt 300mg Magnesium einnehmen (z.B. 3x100mg)
  • Abends beruhigende Tees (Melisse, Hopfen) trinken
  • Wenn nächtlicher Harndrang den Schlaf unterbricht, ab 19:00 nichts mehr trinken
  • Vor Mitternacht einschlafen
  • Ängste und Sorgen nicht ins Schlafzimmer hinein lassen (das Schlafzimmer ist eine intime Insel, auf die nur auserwählte Geliebte dürfen)

Artepuri® Schnarch- und Apnoetipps:


  • Abends auf schweres Essen, Rohkost und Alkohol verzichten,
  • Übergewicht abbauen,
  • Auf der Seite liegend schlafen (das kann durch spezielle Kissen oder Kopfarmaturen unterstützt werden),
  • Bei Reflux (Kehlkopfspiegelung beim HNO-Arzt machen lassen), Säureblocker nehmen,
  • Herz auf Herzinsuffizienz prüfen lassen (BNP im Blut bestimmen lassen)

Dr. med. Alex Witasek


ärztlicher Direktor


a r t e p u r i - Gesundheitszentrum meerSinn


Schillerstraße 8


D-18609 Ostseebad Binz auf Rügen


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